Provokativer Ansatz


 

 

Der Provokative Ansatz hat seine Wurzeln in der Provokativen Therapie von Frank Farrelly. Die Provokative Therapie zählt zur kognitiven Verhaltenstherapie und steht den paradox arbeitenden Schulen nahe. Provokativ stammt vom lateinischen Wort "provocare" und bedeutet so viel wie „herausfordern“, „hervorlocken“ und hat nichts mit dem oftmals falsch verstandenen beleidigen, verletzen oder gar herabwürdigen zu tun. Frank Farrelly sorgte dafür, dass das befreiende Lachen in der Therapie gesellschaftsfähig wurde und das wirkungsvolle Beratung/Therapie sowohl kurzweilig als auch kurz sein kann.

 

Beim provokativen Arbeiten steigt der Berater, Coach, Therapeut oder Mediator an den Stellen in das Weltbild des Klienten ein, an denen er oder sie feststeckt. Herzstücke des Provokativen Ansatzes sind Humor und Herausforderung. Die Stolpersteine der Klienten - und nur diese - werden vom Berater/Coach so lange karikiert bis die Klienten darüber lachen können. Die innere Haltung des Beraters ist dabei sehr wohlwollend und wertschätzend, d.h. er oder sie hält die Klienten für liebenswert und stark und traut ihnen zu, dass sie sämtliches Potential haben, um eigenständig aus ihren Sackgassen herauszukommen. Ohne diese wichtige Grundhaltung sollte niemand provokativ werden. Denn die Provokationen werden dann zynisch und ätzend, und das ist nicht das, was ich unter provokativer Arbeit verstehe.

 

Dr. E. Noni Höfner hat die Provokative Therapie in den letzten Jahrzehnten  - gemeinsam mit ihrer Tochter Dr. Charlotte Cordes - zum Provokativen Stil (ProSt)®, zum Provokativen Coaching (ProCo)® und zur Provokativen SystemArbeit (ProSA)®  weiterentwickelt und den "Provokativen Ansatz" geprägt. Der provokativen Arbeit liegt eine systemische Vorgehensweise zugrunde, denn sie bezieht stets das Umfeld und die beteiligten Bezugspersonen des Klienten mit ein. Zudem fließen Elemente aus dem Improvisationstheater mit ein, denn sie helfen dabei, im Hier und Jetzt (aufmerksam) zu sein und eine positive Grundhaltung einzunehmen. Außerdem fördert es Mut und Ideenreichtum.

 

In der Arbeit mit Klienten werden durch den Einsatz von Kreativität und Humor die "Stolpersteine" deutlich schneller und einfacher aus dem Weg geräumt.


Peer-Group zum Provokativen Ansatz


Provokatives Forum 2018 in München

Wir hatten unglaublich viel Spaß miteinander:

 

Dr. Charlotte Cordes

Mag. Jörg Deutschmann

Dr. E. Noni Höfner

Birgit Deutschmann

© Birgit Deutschmann